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Aktive Rehabilitation der WirbelsäuleDas DAVID Wirbelsäulenkonzept - eine umfassend wissenschaftlich apparativ gestützte Methode zur Analyse und Verbesserung des Funktionszustandes der Wirbelsäule.(Aus der medizinischen Fachzeitschrift "ortho-press", Jahrg. 4, Heft 4/ 98 und 1/ 99) Rückenschmerzen ist einer der häufigsten Gründe, zum Arzt zu gehen. Etwa 10 Prozent aller Rückenpatienten erzeugen 80 Prozent der Gesamtkosten, die durch Rückenleiden verursacht werden - hauptsächlich durch Arbeitsunfähigkeit. Für Rückenbeschwerden gibt es eine große Anzahl an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Doch trotz teurer Technik konnten weder die Kosten gesenkt noch der Langzeitverlauf chronischer Rückenleiden beeinflußt werden. Zufällige oder irrelevante Befunde können Anlaß für weitere invasive Diagnostik und Therapie sein, wo doch die meisten Patienten ohne Operation genesen können. Für das Problem "Chronischer Rückenschmerz" bietet das DAVID Wirbelsäulenkonzept eine Lösung an. Erstens in Form eines apparativ gestützten, standardisierten Analyse- und Therapieprogrammes mit nachweislich sehr guten Ergebnissen. Zweitens durch ein umfassendes Konzept mit Schulung, Qualitätskontrolle und Unterstützung bei Administration und Marketing. Drittens mit einem Datenverarbeitungssystem, das statistische Analysen von Behandlungsergebnissen und Qualitätskontrolle ermöglicht. DER MEDIZINISCHE HINTERGRUNDDauerschmerz führt zu Schonhaltung, fortschreitender Degeneration, Schwäche und Behinderung. Dieser Kreislauf, Dekonditionierung genannt, muß unterbrochen werden. Die Schmerztherapie allein ist bei Patienten mit chronischem Rückenleiden nicht ausreichend. Es müssen vielmehr die körpereigenen Heilungsmechanismen ausgelöst werden. Unter Adaptation versteht man die Art und Weise, wie der Körper reagiert und sich an die vorherrschenden Bedingungen und Veränderungen anpaßt. Physische Belastung ist ein potenter Stimulus für adaptive Vorgänge. Prinzipiell sind alle am Skelettsystem beteiligten Gewebe, Muskel, Knochen, Knorpel, Bandscheiben, Bindegewebe in der Lage, auf Belastung zu reagieren. Die Kraft der Rückenmuskulatur und der Muskelquerschnitt wachsen durch apparativ gestützte Trainingsübungen optimal; ein Anwachsen der Muskelkraft kann bereits in wenigen Tagen erreicht werden. Im Knorpel- und Bindegewebe dagegen brauchen mögliche Veränderungen bereits mehrere Wochen. Wegen der verminderten Belastbarkeit bei degenerativ geschädigten Geweben muß bei Patienten mit >Dekonditioning Syndrom< das Aufbauprogramm auf sehr niedrigem Belastungsniveau beginnen. INDIKATIONEN UND KONTRAINDIKATIONENDie meisten Patienten mit chronischen Rückenschmerzen profitieren durch aktives Training. Typische Indikationen dafür sind degenerative Bandscheibenerkrankungen, funktionelle Störungen wie Instabilität und Hypomobilität, Spondylolisthese und Spondolyse, posttraumatische Veränderungen und Rehabilitation nach rückenchirurgischen Eingriffen. Kontraindikationen für ein aktives Aufbauprogramm sind unter anderem zunehmende Nervenbeteiligung wie Wurzel- oder Rückenmarkskompressionen, extrem hoher Blutdruck und sonstige kardiale Beeinträchtigungen, Wirbelsäulenerkrankungen, schwere Osteoporose, akute Infektion und mangelnde Kooperationsfähigkeit. In Bezug auf die Halswirbelsäule zählen Rheuma und Anomalien ebenfalls zu den Kontraindikationen. DIE ANALYSEErstes Ziel der Wirbelsäulentherapie ist es, die Schmerzen zu reduzieren, die Wirbelsäulenfunktionen (Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer) zu entwickeln und damit die Leistungsfähigkeit und das psychische Wohlbefinden zu steigern. In zweiter Linie steht die Absicht, die durch Rückenleiden produzierten Kosten durch die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zu reduzieren. Vor Beginn der Analyse beantwortet der Patient einen Fragebogen, der Aufschluß bringen soll über mögliche Kontraindikationen, die Rücken und Nackenschmerzenanamnese und das Schmerzprofil, Beanspruchungen des Rückens bei der Arbeit und Freizeitaktivitäten. Der Fragebogen beinhaltet außerdem weitere psychologische Tests. Basisuntersuchung und Physiotherapie-Test erbringen die erforderlichen Informationen für die individuelle Therapieplanung. Die Wirbelsäulenprofil-Analyse ist ein besonderes Merkmal der DAVID-Wirbelsäulenkonzeption. Dabei werden Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer der Wirbelsäule gemessen. Als Ergebnis erhält man objektive Daten über die physischen Fähigkeiten des Patienten. Sie liefern Informationen für die Therapieplanung, motivieren den Patienten und stellen die Grundlage für das Follow-up des Therapiefortschrittes dar. DIE THERAPIEDas DAVID Wirbelsäulenkonzept ist aktive Rehabilitation der Wirbelsäule, bei dem kontrollierte, aufbauende Trainingsübungen innerhalb eines schmerzfreien Bewegungsausmßes eingesetzt werden. Das Therapieprogramm beinhaltet eine mindestens 12wöchige Behandlungsperiode mit je 2 Sitzungen pro Woche. Fakultativ schließt sich ein Fortsetzungsprogramm an mit je einer Sitzung pro Woche für weitere 9 Monate. Elementares Ziel der Behandlung ist das Aufbrechen des >Dekonditioning Syndrom<-Kreislaufes, indem positive Adaptionsvorgänge induziert werden, um die normalen physiologischen Funktionen der Wirbelsäule wiederherzustellen. ELEMENTE DES THERAPIEPROGRAMMSDas Wirbelsäulenkonzept besteht aus sechs Elementen: 1. Die Übungen auf speziellen Analyse- und Trainingssystemen ermöglichen eine sichere und effiziente Belastung von Rücken und Nacken in verschiedenen Bewegungsebenen. Dank einer speziellen Fixierungsvorrichtung an den Geräten kann die Belastung exakt und kontrolliert an der Wirbelsäule ansetzen. Das DAVID >Cam-Prinzip< stimmt in jedem Bewegungssegment die applizierte Belastung auf die vorhandene Wirbelsäulenkraft ab. So wird eine kontrollierte Aktivierung jedes Segmentes der lumbalen und cervicalen Wirbelsäule erreicht. 2. Relaxations- und Stretchingübungen in jeder Trainingseinheit fördern die Elastizität der Muskulatur und die Anpassung des Körpers an das neue Belastungsniveau. 3. Funktionsgymnastische Übungen helfen, das neu gewonnene Kraft- und Mobilitätspotential auf die Bedingungen im Alltag zu übertragen. Diese Übungen bilden darüber hinaus das Heimtrainingsprogramm zur weiterführenden Prävention. 4. Ergonomische Übungen beinhalten wirbelsäulengerechtes Sitzen und wirbelsäulenschonende Arbeits- und Hebetechniken für den Alltag. Damit sollen unerwünschte Wirbelsäulenpositionen automatisch vermieden und ein effiziente Vorbeugung möglich werden. 5. In der Kompakt-Rückenschule wird auf eine rasche Wiederherstellung und die Vermeidung von erneut auftretenden Rückenproblemen besonderer Wert gelegt. Dazu werden kognitive Unterstützungsmethoden angewendet. 6. Die Psychologische Intervention dient der persönlichen Schmerzbewältigung durch Einsatz verhaltenstherapeutischer Methoden. THERAPIE-ERGEBNISSE UND MÖGLICHE TEILNAHMEÜber die mit der Therapie erzielbaren Ergebnisse sowie die Möglichkeiten der Teilnahme berichten wir in der nächsten Ortho press. Nähere Informationen über das Therapieprogramm und die zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen können bei der David Academy bezogen werden. Eine umfassende wissenschaftliche apparativ gestützte Methode zum Zwecke der Analyse und Verbesserung des Funktionszustandes der Wirbelsäule. WIE KANN THERAPIE OHNE QUALITÄTSSICHERUNG ZUM ERFOLG FÜHREN ?In den Jahren von 1989-1998 entstand im Rahmen aufsehenerregender nationaler Studien eine umfassende, mit wissenschaftlichen Methoden entwickelte und in der Praxis erprobte Konzeption, mit der Zielsetzung der Vorbeugung und Beseitigung somatischer Rückenprobleme: das DAVID Wirbelsäulenkonzept. Dieses qualitativ hochwertige Dienstleistungskonzept, das der Sicherstellung eines nachvollziehbaren Therapienutzens für den Patienten dient, setzt sich aus multidisziplinären Komponenten zusammen. Der qualitätsichernde Maßstab ist dabei die klare Definition der notwendigen personellen, räumlichen und apparativen Voraussetzungen, verbunden mit einer umfassenden Dokumentation aller die Therapie tangierenden Maßnahmen. Inhaltliche Voraussetzungen: Personelle Voraussetzungen: Räumliche Voraussetzungen: Apparative Voraussetzungen: EIN KONZEPT IST NUR SO GUT WIE DIE MIT IHM NACHGEWIESENEN ERGEBNISSEIm Rahmen umfangreicher nationaler und internationaler wissenschaftlicher Studien wurden durch die an der Entwicklung der DAVID Wirbelsäulenkonzeption beteiligten Partner aus Wissenschaft und Forschung überaus positive Ergebnisse nachgewiesen und in internationalen Publikationen veröffentlicht. Im Rahmen der konsequent durchgeführten Datenkollektion in weltweit mehr als 200 autorisierten Therapiezentren wurden in den zurückliegenden neun Jahren ca. 200.000 Wirbelsäulenpatienten mit chronischen Nacken- und Rückenschmerzen analytisch erfaßt und in über 80% der Fälle erfolgreich therapiert. Die Altersstruktur des Patientengutes reicht von 13 bis 85 Jahren und führte zu einer unvergleichbaren davidspezifischen Referenzdatenbank. Diese ermöglicht eine zuverlässige Beurteilung und Auswertung der Analyseergebnisse nach alters-, geschlecht-, gewichts- und tätigkeitsspezifizierten Kriterien. ERKENNTNISSE ÜBER DIE KONZEPTQUALITÄTFür die Therapieplanung und Effizienzdokumentation ist eine Erfassung der subjektiven und objektiven Parameter mittels einer umfangreichen Profilanalyse erforderlich. ERGEBNISSENach Ablauf des 12wöchigen Programmes wurde bei nahezu allen Teilnehmern eine Normalisierung der Mobilität der Wirbelsäule festgestellt. Die isometrische Maximalkraft der Rumpf-, Nacken- und Halsmuskulatur verbesserte sich um durchschnittlich 30-50%, während sich die dynamische Leistungsfähigkeit um bis zu 100% erhöhte. Die hochsignifikantesten Verbesserungen zeigte jedoch das Beschwerdebild der Wirbelsäule. Bei mehr als zwei Drittel der Teilnehmer (66-75%) wurde eine Abnahme des Schmerzes bis hin zur Schmerzfreiheit festgestellt. Durch die Optimierung des Funktionszustandes der Wirbelsäule läßt sich das Beschwerdebild äußerst positiv beeinflussen. Regelmäßigkeit und Intensität von Rücken- und Nackenbeschwerden reduzieren sich, eine Vielzahl von Personen sind nach nur 12wöchigem Training völlig beschwerdefrei. DROP-OUT-QUOTE UND DAUERHAFTIGKEITDie Auswertungen der analysierten Längsschnittstudien weisen eine sehr niedrige Drop-out-Quote aus medizinischen Gründen auf. Unter unterschiedlichen, vom Institut abhängigen Voraussetzungen beträgt sie im Durchschnitt zwischen 1-5%. Dies bestätigt die Wirksamkeit in bezug auf die Indikationsabklärung zur Programmteilnahme und stellt für den Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit und Erfolgschancen dar. Arbeitsgrundlage für den Mediziner/Therapeuten bzw. Kooperationsarzt stellt ein detailliertes Protokoll von Indikationen/Kontraindikationen dar. Nachbefragungen von Teilnehmern an 12-Wochen-Programmen haben gezeigt, daß das positiv veränderte Beschwerdebild der Wirbelsäule über einen Zeitraum von 5-10 Monaten unverändert blieb, insbesondere bei denjenigen Teilnehmern, die ein weiterführendes Programm im Sinne einer Optimierung und Erhaltung der Gelenkfunktionen betrieben haben. Neben der dokumentierten Konzepteffizienz durch objektiv meßbare Parameter wirkt sich die Teilnahme am standardisierten Aufbauprogramm und am Programm zur weiterführenden Prävention äußerst positiv auf den bio-psycho-sozialen Gesamtstatus und die Motivation des Patienten aus. Die Steigerung der Lebensqualität über eine verbesserte allgemeine Leistungsfähigkeit, das persönliche Wohlbefinden sowie die Widerstandsfähigkeit gegenüber Alltagsbelastungen bestätigen den ganzheitlichen Patientennutzen. TEILNAHMEMÖGLICHKEITENAnwender der DAVID Wirbelsäulenkonzeption zählen zu den fortschrittlichsten und zukunftsweisenden Therapieeinrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene. Sie überzeugen durch einen einheitlichen Qualitätsmaßstab und die am Wohl des Patienten orientierte Dienstleistung. In Deutschland arbeiten über 70 Fachbetriebe in 64 Städten auf diesem hohen Niveau der qualitätsgesicherten Trainingstherapie. Die kontinuierliche Etablierung führt zu einem flächendeckenden Netzwerk von DAVID Anwendern, einhergehend mit der Verdoppelung ihrer Anzahl innerhalb der nächsten zwei Jahre. ALLGEMEINE INDIKATIONEN
Voraussetzung für die Teilnahme ist, daß operationswürdige Befunde fachärztlich ausgeschlossen sind und postoperative Zustände innerhalb von vier Monaten der Einwilligung der Operateurs bedürfen. Es muß mindestens Übungsstabilität bestehen und darüber hinaus eine ausreichende geistige, psychische und körperliche Konstitution sowie Kooperation und Motivation des Patienten gegeben sein. ABSOLUTE KONTRAINDIKATIONEN
RELATIVE KONTRAINDIKATIONEN
Auszug aus "Die Säule"
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